Perspektiven 2017: Realschullehrer jetzt einstellen! Kindern Wege eröffnen! Zukunft gestalten!

Bayerischer Realschullehrerverband fordert perspektivisch zusätzliches Personal an den bayerischen Realschulen und damit eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für einen zukunftsorientierten Bildungsweg

Medien- und öffentlichkeitswirksam macht der brlv jährlich mit einer breit angelegten Kampagne auf die Einstellungssituation von Junglehrern und den Lehrerbedarf an bayerischen Realschulen aufmerksam: 2015 mit „Lehramt statt Arbeitsamt“, 2016 mit „Zukunftsgestalter: Realschullehrer einstellen – jetzt!“. In diesem Jahr steht die Kampagne unter dem Motto „Perspektiven 2017“. Die Präsentation findet statt am 17. Mai in München während des Bildungspolitischen Frühjahrsempfangs des Verbandes. Wichtige Vertreter aller Fraktionen, aus der Staatsregierung, der Schule und der Wirtschaft werden anwesend sein, wenn der Startschuss für die Kampagne fällt. Außerdem wird das Kampagnenmotiv über den Zeitraum von vier Wochen abwechselnd am Bayerischen Landtag, in der Münchner Innenstadt und auch in den Medien zu sehen sein.

„Nur mit zusätzlichen deutlichen Investitionen ins System der Realschule kann diese erfolgreiche Schulart weiterhin ein differenziertes, qualitativ hochwertiges und zukunftsorientiertes Bildungsangebot machen. Es gibt aktuell mehrere tausend bestausgebildete Realschullehrkräfte im Freistaat, die auf eine Beschäftigungschance hoffen oder sich in unsicheren, befristeten Einstellungsverhältnissen befinden. Diesen jungen Menschen müssen Perspektiven in der Realschule geboten werden – im Sinne unserer Realschüler, den Fachkräften unserer Zukunft!“, kommentiert Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), die Hintergründe der diesjährigen brlv-Kampagne.

„Vor dem Hintergrund des drohenden Lehrkräftemangels in drei bis fünf Jahren auch in Bayern muss dringend auf die aktuelle Lehrerbedarfsprognose reagiert werden. Es dürfen die Fehler anderer Bundesländer, die derzeit aufgrund der Planungsversäumnisse der vergangenen Jahre unter einem akuten Lehrermangel leiden, nicht wiederholt werden. Deshalb fordern wir für die Realschulen in Bayern einen kontinuierlichen Einstellungskorridor in Verbindung mit einer perspektivischen Personalplanung, den weiteren Ausbau der mobilen und integrierten Lehrerreserve sowie eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen an den Schulen. Dies beinhaltet unter anderem die Schaffung pädagogischer Freiräume für die Umsetzung wesentlicher Themen wie der Werte- und Demokratieerziehung oder der Digitalisierung im Sinne einer modernen Bildung“, so Böhm weiter. Die individuelle Förderung der Schüler stehe im Fokus eines auf Qualität ausgelegten differenzierten Bildungssystems. Nun gelte es, alle hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen umzusetzen, den Lehrkräften und Schülern breit angelegte Perspektiven zu eröffnen und so die Realschulen weiter zu stärken. Nur so könne in den kommenden Jahren auf die sich veränderten und wachsenden Anforderungen an Bildung und an die jungen Menschen reagiert werden.  

„Die im aktuellen Bildungspaket der Staatsregierung in Aussicht gestellten 100 zusätzlichen Stellen für die Realschulen 2018 und 2019 sind ein Schritt in die richtige Richtung. Diesem ersten wichtigen Schritt muss mit der Schaffung des geforderten kontinuierlichen Einstellungskorridors und mit dem Verbleib der sogenannten ‚demografischen Rendite’ an der Realschule der zweite Schritt folgen“, so Böhm.   

Wesentlich sei auch, die Kollegien an den Realschulen, die nach wie vor und trotz der Verbesserungen der letzten Jahre unter den ungünstigsten Rahmenbedingungen aller allgemeinbildenden Schulen in Bayern arbeiten, weiter zu entlasten. Der Vorsitzende erläutert: „Die Aufgaben und Anforderungen an die Realschullehrkräfte werden aktuell immer vielschichtiger. Die Kollegen entwickeln moderne pädagogische Konzepte, setzen einen neuen Lehrplan um und  möchten lernschwächere Schüler genauso individuell fördern wie besonders begabte. Hinzu kommt die wachsende Herausforderung der Integration von immer mehr Kindern mit Migrationshintergrund und jugendlichen Flüchtlingen. Unsere Lehrkräfte sind unglaublich engagiert, erreichen jedoch ihre Belastungsgrenzen. Daher benötigen wir dringend zusätzliche Lehrkräfte  an den bayerischen Realschulen“, fordert Böhm.

Perspektiven 2017 – Realschullehrer jetzt einstellen! Kindern Wege eröffnen! Zukunft gestalten!

Pressekontakt: Judith Kadach 089/55 38 76  


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