Realschulen stehen für Qualität und Zukunft

3. Süddeutscher Realschultag in Ulm bestätigt eindrucksvoll die große Bedeutung der Realschulen für Baden-Württemberg und Bayern

Am 29. Mai 2017 fand der 3. Süddeutsche Realschultag (SDRT) unter dem Motto „Starke Realschulen sichern Qualität und Zukunft“ in Ulm statt. Vertreter aus den Bereichen Bildung und Politik trugen mit diversen Fachvorträgen zur Veranstaltung bei. Höhepunkt des SDRT war die Ergebnispräsentation und Analyse der repräsentativen Forsa-Umfrage für den 3. Süddeutschen Realschultag sowie die anschließende Podiumsdiskussion über mögliche Lösungsansätze mit Landtagsabgeordneten der Länderparlamente Bayern und Baden-Württemberg.

Einig waren sich sowohl die Teilnehmer der Veranstaltung als auch die von Forsa befragten Menschen in Bayern und Baden-Württemberg, dass in beiden Ländern großes Vertrauen in die Realschulbildung herrscht. „Qualität, Chancen, Vielfalt und hervorragende Übergänge, dafür stehen die Realschulen. Die Menschen in Bayern und Baden-Württemberg haben dies erkannt, und auch von Seiten der Politik haben wir im Rahmen des 3. Süddeutschen Realschultages viel Rückendeckung erhalten – es wurde das gemeinsame Ziel formuliert, die Realschulen in beiden Ländern weiter zu stärken und für die Zukunft bestmöglich aufzustellen. Hierzu gehört auch, sich für zusätzliches Personal und pädagogische Freiräume für die Lehrkräfte einzusetzen sowie die für eine moderne Bildung wesentlichen Themen wie die Digitalisierung an Schulen voranzubringen“, resümiert brlv Landes- und VDR-Bundesvorsitzender Jürgen Böhm die Kernaussagen der Veranstaltung.

Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, sprach sich dafür aus, die Realschulen in Baden-Württemberg weiter zu stärken. Das Ansehen der Realschulen sei hoch, was sich unter anderem darin zeige, dass sich auch viele Schüler mit Gymnasialempfehlung in Baden-Württemberg für den Weg über die Realschule entscheiden. An Spitzenländern wie Bayern müsse sich gerade auch im Bereich der Realschule ein Vorbild genommen werden. In Bezug auf den IQB-Ländervergleich sei es das Ziel Baden-Württembergs, auf Qualität zu setzen und den Anschluss für eine optimale Bildung der Schüler wieder zu gewinnen.  

Patrick Meinhardt, Bundesgeschäftsleiter Politik, Bundesverband mittelständische Wirtschaft, betonte in seinem Vortrag zum Thema „Starke Realschule – starker Mittelstand“, dass die Realschulen in der Geschichte der Bundesrepublik nachweislich die erfolgreichste Schulart sei. Das Ziel aller, insbesondere auch der Politik, müsse nun sein, die in einigen Bundesländern ideologiegeleitete Bildungspolitik ad acta zu legen und stattdessen gemeinsame Allianzen zu bilden für eine starke Realschule, ebenso starke Realschüler und die berufliche Bildung. Der immense Fachkräftemangel müsse ein Grund mehr dafür sein, den jungen Menschen eine attraktive Alternative zu Abitur und Studium zu bieten.

Auch Martina Doleghs, Geschäftsbereichsleiterin Bildung, und Dr. Thomas Frank, Referent Bildungspolitik, IHK Ulm, brachten zum Ausdruck, dass auf den Fachkräftemangel dringend reagiert

werden müsse. Einer Akademikerschwemme auf der einen Seite und einer Fachkräftelücke auf der anderen Seite müsse entgegengewirkt werden. Der Realschulabschluss sei hoch angesehen und biete den jungen Menschen den besten Übergang in eine erfolgreiche berufliche Ausbildung und Zukunft.

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Rekus, Institut für Allgemeine Pädagogik am Karlsruher Institut für Technologie, Universität des Landes Baden-Württemberg, stellte heraus, dass reale Bildung Zukunftsoffenheit bedeute. An den Realschulen sei exakt dies gegeben. Sein eindringlicher Appell lautete: „Let’s make reale Bildung great again – gemeinsam mit allen politisch Verantwortlichen.“

Der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), der Baden-Württembergische Realschullehrerverband (RLV-BW) und der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) können auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurückblicken, deren Grundtenor ist, dass die Realschule nicht nur untrennbar mit qualitativ hochwertiger, zukunftsfähiger Bildung verbunden ist, sondern jungen Menschen vielfältige Perspektiven in Bezug auf deren berufliche Laufbahn eröffnet. „Die Realschule steht für reale Bildung, Qualität, Individualität und Vielfalt. Was getan werden muss, um dieses hohe Niveau halten zu können, verdeutlichen die realistischen ‚Ulmer Forderungen der Realschullehrerverbände für zukunftsfähige Bildung in Baden-Württemberg und Bayern’ vom 29.05.2017 an die Politik. Die Realschullehrerverbände werden auch in Zukunft für ihre Forderungen einstehen und weiter daran arbeiten, die Realschulen umfassend zu stärken“, so Jürgen Böhm.

Forsa-Umfrage: Infografik und Charts

 

Die Charts mit den detailliert aufbereiteten Forsa-Ergebnissen finden Sie hier.

Bilder der Veranstaltung werden in Kürze auf www.brlv.de zu sehen sein.

Pressekontakt: Judith Kadach, 089 55 38 76


Kategorien:
Politik

Ihre Ansprechpartner

Pressesprecherin
Pressesprecherin

Judith Kadach
presse@brlv.de