„Stark machen“ – Kultusministerium setzt wichtiges Signal für differenzierte Bildung und Digitalisierungsprozess

brlv: Wichtige Weichenstellungen hin zu zukunftsorientierter Bildung umgesetzt

„Mit dem Entwurf des Nachtragshaushaltes setzt die Bayerische Staatsregierung ein starkes Signal für differenzierte Bildungswege in Bayern“, kommentiert Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), die heute von Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle und Staatssekretär Georg Eisenreich in München vorgestellte Förderstrategie Bayerns. Diese enthalte mit dem Bildungspaket und dem Masterplan BAYERN DIGITAL II zentrale Elemente, die nach Ansicht des brlv die richtigen Ansatzpunkte aufgreift.

 „Der Bayerische Realschullehrerverband betont seit Langem, wie wesentlich das differenzierte, durchlässige Bildungssystem des Freistaats mit der Realschule als starker mittlerer Säule ist. Um junge Menschen ‚stark zu machen’, wie es sich die Staatsregierung zum Ziel gesetzt hat, ist gerade dieses differenzierte Bildungswesen mit den bewährten Schularten und einer spezifischen Lehrerausbildung wesentlich. Dass die Digitalisierung nun noch verstärkter in den Blick genommen werden soll – unter anderem mit der geplanten Einführung ‚digitaler Klassenzimmer’ an den bayerischen Schulen – befürwortet der brlv ebenfalls. Die Digitalisierung soll die Lehrkräfte bei ihrer Arbeit unterstützen – immer mit Fokus auf dem pädagogischen Mehrwert und im Zusammenhang mit einer kritischen, kompetenten Nutzung von digitalen Medien“, so Böhm.

Besonders erfreulich sei, dass die berufliche Bildung mit der „Zukunftsinitiative Berufliche Bildung“ weiter gestärkt werden solle. Hiermit sei ein wichtiger Schritt für die Anerkennung der Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung getan, äußert sich Böhm. „Die Realschulabsolventen sind als Fachkräfte von morgen bei der regionalen Wirtschaft stark gefragt und sind für den Wirtschaftsstandort Bayern unverzichtbar“, betont der brlv-Vorsitzende. Mit der expliziten Stärkung der beruflichen Bildung werde dies anerkannt und weiter voran getrieben.

Ebenfalls positiv sei zu bewerten, dass die im Bildungspaket enthaltenen 100 Stellen für die integrierte Lehrerreserve an den Realschulen nun auch schwarz auf weiß im Haushaltsentwurf verankert seien. „Ich setze darauf, dass der Bayerische Landtag als Haushaltsgesetzgeber ebenfalls die Themen der differenzierten Bildungswege, der Digitalisierung und der Stärkung der beruflichen Bildung bei seinen Beratungen in den Mittelpunkt stellt und sich nicht auf einzelne Schularten fokussiert“, schließt Böhm.

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