brlv stellt Weichen zum Landtagswahljahr: Realschule muss weiter gestärkt werden

brlv-interne Klausurtagung des Geschäftsführenden Vorstands am 18. und 19. Januar in Bad Gögging (Niederbayern)

Der pädagogisch sinnvolle Umgang mit der Digitalisierung, die schulartbezogene Lehrerbildung, ein perspektivisches Konzept zur Gewinnung von Junglehrern und die Lehrerversorgung an den bayerischen Realschulen standen auf der Agenda der Klausurtagung des Geschäftsführenden Vorstands des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), die am Wochenende im niederbayerischen Bad Gögging stattfand. brlv-Vorsitzender Jürgen Böhm machte die Bedeutung der traditionellen Klausurtagung gerade zu Beginn des aktuellen Jahres deutlich: „Die Bayern wählen 2018 einen neuen Landtag und wie auch immer sich dann die neue Landesregierung zusammensetzen wird, sie muss die erfolgreiche bayerische Realschule im Blick behalten. Für ein Drittel der jungen Menschen im Freistaat ist die in der Bevölkerung Bayerns hoch anerkannte Realschule die Basis und der Ausgangspunkt für einen erfolgreichen Lebens- und Berufsweg.“

Deshalb hat man sich intensiv mit den eigenen Grundpositionen auseinander gesetzt, um auch 2018 mit allen politischen Akteuren im intensiven Austausch zu bleiben. Dem brlv als der starken Vertretung der Lehrkräfte an den Realschulen gehe es primär darum, die Belange und Forderungen der Kollegen an der Realschule intensiv in die öffentliche und politische Diskussion zu tragen.

Böhm unterstrich dabei erneut, dass sich der brlv in den wichtigsten Zielen mit dem Elternverband (LEV-RS) und dem Direktorenverband (VBR) einig sei. Dazu habe man auch bereits einen gemeinsamen Forderungskatalog erarbeitet, der nun im Vorstand des brlv vertieft wurde. „Um die Qualität der Realschule auch im kommenden Schuljahr sicherzustellen, ist unsere Forderung nach mindestens 400 Neueinstellungen dringend notwendig und wird von allen drei Realschulverbänden unterstützt“, so Böhm. Dabei orientiere man sich stets am Ziel,  eine Klassengröße von 24 Schülern je Klasse zu erreichen.

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung müsse man zudem aber auch weitere Kraftanstrengungen vornehmen. Der Masterplan Bayern Digital II setze dabei schon ein gutes Signal. „Wir erwarten, dass Staatsregierung und Landtag darauf hinwirken, dass deutlich sichtbar Stellen und Mittel an unsere Schulart gehen“, äußerten sich auch Böhms Stellvertreter Jacob, Babl und Dachs.

Ebenfalls auf der Agenda standen die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Lehrerbildung: Der Verband hat sich mit konkreten Vorschlägen zur Lehrerbildung beschäftigt, die im Frühjahr 2018 auf Landesvorstandsebene diskutiert werden. Unter anderem ging es darum, die schulartspezifische Lehrerausbildung so weiterzuentwickeln, dass das Profil und die Qualität der Schulart auch in Zukunft nicht verwässert werden. Dazu zählten zum Beispiel die Beibehaltung der Staatsexamensprüfungen, des 24-monatigen Referendariats und  ein klarer Ausbau der Lehrerfortbildungen nach Abschluss der Ausbildung.

Pressekontakt: Jürgen Böhm, 0151 117 155 89


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