Böhm zum Gutachten des Aktionsrat Bildung: Beste Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Digitalisierung sind unerlässlich

Digitalisierungsprozess an den Schulen erfordert immer noch Vermittlung analoger Kulturtechniken

 „Für ein modernes Industrieland wie Deutschland wäre es ein Armutszeugnis, wenn die Rahmenbedingungen für eine realistische, zukunftsweisende Digitalisierung an den Schulen nicht vorhanden wären – eine entsprechende Infrastruktur ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Digitalisierung überhaupt möglich ist. Die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen heißt jedoch gerade, analoge Kulturtechniken zu festigen, den Digitalisierungsprozess kritisch zu betrachten und die jungen Heranwachsenden über die Risiken im Umgang mit digitalen Medien aufzuklären. Digitalisierung an Schulen bedeutet, die Medien-, Demokratie- und Werteerziehung in den Fokus zu rücken und den Schülern die Digitalisierungsinhalte ganzheitlich nahezubringen. Hierfür ist nach wie vor die Rolle der Lehrkraft entscheidend, ohne deren pädagogische Begleitung und Unterstützung Digitalisierung an den Schulen gar nicht erst gelingen kann. Es genügt nicht, die Schulen nur mit entsprechender Hardware auszustatten, denn Computer, iPad & Co alleine machen noch keine gelungene Digitalisierung aus“, äußert sich Jürgen Böhm, Landesvorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), bezugnehmend auf das Gutachten „Digitale Souveränität und Bildung“ des Aktionsrat Bildung, das am heutigen Mittwoch vorgestellt wurde.

Böhm hebt in diesem Kontext die Vorreiterrolle der bayerischen Realschulen hervor – so würden beispielsweise mit dem Fach Informationstechnologie den Schülern wichtige Grundlagen der Digitalisierung vermittelt, die die jungen Heranwachsenden auf ihre private wie auch spätere berufliche Lebenswirklichkeit vorbereiten. „Digitalisierung muss immer ganzheitlich betrachtet und umgesetzt werden, im Fokus stehen dabei Schüler, Lehrkräfte und der pädagogische Mehrwert. Die realistischen Forderungen des Bayerischen Realschullehrerverbands greifen dies seit Langem auf – nun gilt es, die Umsetzung des Digitalisierungsprozesses weiter voranzutreiben und die Schulen und vor allem die Kollegien mit sämtlichen vorhandenen Mitteln zu unterstützen“, so Böhm, der bereits seit 2014 einer der „Digitalen Köpfe Deutschlands“ ist, abschließend.

Pressekontakt: Judith Kadach, 089 553876

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