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Digitalisierung gelingt nur im Miteinander aller Beteiligten

brlv sieht Bayern auf einem guten Weg, mahnt aber weitere Schritte an |

„Investitionen in die digitale Infrastruktur machen nur Sinn, wenn am Ende im Unterricht ein Plus herauskommt“. Diese Aussage des bayerischen Kultusministers, Prof. Dr. Michael Piazolo auf seiner heutigen Pressekonferenz in München, ist auch aus Sicht des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv) zu unterstützen. Jürgen Böhm, Vorsitzender des brlv, macht aber erneut deutlich, dass die Digitalisierung in allen Unterrichtsfächern umgesetzt werden muss. Ziel müsse es stets sein, dass Schüler anwendbares Wissen und praktische Fertigkeiten in Bezug auf den Umgang mit digitalen Medien im Alltag erwerben.

Der heute akzentuierte pädagogisch und inhaltlich orientierte Fokus des Kultusministeriums stelle die richtigen Weichen. „Ich bin erfreut darüber, dass man im Ministerium wohl erkannt hat, dass die Umsetzung der Digitalisierung nicht einhergehen kann mit einfachen strukturellen Maßnahmen“, so Böhm. Dem brlv gehe es um eine zielgenaue Umsetzung der Digitalisierung in allen Unterrichtsfächern und mit entsprechender Unterstützung der Lehrkräfte. „Für uns ist immer klar gewesen, dass alle Medienkonzepte nur gelingen können, wenn die Lehrkräfte einerseits gut aus- und fortgebildet sind, aber andererseits auch ausräumend Freiräume haben, um digitale Unterrichtsmaterialien erstellen zu können“, erläutert Böhm und sieht in den Bemühungen des Ministeriums einige positive Ansätze.

„Es gilt den beschrittenen Weg zügig weiterzugehen, damit es unter den Schulen auch gleichwertige Bedingungen gibt“, mahnt der brlv-Vorsitzende an und verweist darauf, dass die Bundesgelder aus dem „Digitalpakt Schule“ nun zügig in Bayern ankommen müssen. „Die Infrastruktur bildet erst die Voraussetzung, dass Unterricht mit digitalen Medien überhaupt funktioniert“, so Böhm. Die Mittel aus dem Förderprogramm Masterplan Bayern Digital II seien richtig, aber würden nur zusammen mit den Mitteln aus dem Digitalpakt Schule für einen kraftvollen Aufschlag sorgen. Mit Blick auf die Sachaufwandsträger aus den Landkreisen, Städten und Gemeinden appelliert Böhm an eine Partnerschaft auf Augenhöhe. „Nur im Miteinander kann die Aufgabe der Digitalisierung gelöst werden, deshalb ist es richtig, wenn entstandene Missverständnisse bei der Beantragung von Mitteln für die einzelne Schule umgehend geklärt werden“, macht Böhm abschließend klar.


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