brlv-PM 13/2026
Dass die Staatsregierung auf die rückläufigen Leistungs- und Kompetenzwerte bayerischer Schülerinnen und Schüler mit zusätzlichen Maßnahmen an den Grundschulen reagiert, ist aus Sicht des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv) richtig.
Entscheidend ist dabei, die Wirkung der Maßnahmen langfristig zu beobachten und zugleich kurzfristig dort anzusetzen, wo Schülerinnen und Schüler bereits heute zusätzliche Unterstützung benötigen.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat die politische Priorität zum Schuljahresbeginn mit den Worten „Bildung, Bildung, Bildung“ angekündigt. Kultusministerin Anna Stolz bringt weitreichende Änderungen in der Stundentafel für die künftig ‚intensivste Grundschule‘ Deutschlands auf den Weg.
Für den brlv muss daraus jetzt eine konkrete Konsequenz für die Realschule folgen.
„Die PISA-Ergebnisse zeigen: Maßnahmen in der Grundschule sind wichtig, ihre Wirkung wird sich aber erst langfristig zeigen. Realschülerinnen und Realschüler, die heute in der 7. Klasse lernen, können aber nicht darauf warten, dass eine Bildungsmaßnahme in fünf oder zehn Jahren Wirkung entfaltet. Sie brauchen bessere Rahmenbedingungen, und zwar bis zu ihrem Schulabschluss.
Die gestern im Bildungsausschuss präsentierten Ergebnisse des Modellversuchs zur nachhaltigen Förderung rechenschwacher Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe legen schonungslos offen, dass 12 Prozent der Realschülerinnen und Realschüler eine gravierende Rechenschwäche aufweisen. Hier muss sofort angesetzt werden und dafür braucht es auch eine entsprechendes Upgrade des Personalschlüssels“, erklärt brlv-Landesvorsitzender Ulrich Babl.
„Wenn die politische Antwort auf die PISA-Ergebnisse ‚Bildung, Bildung, Bildung‘ lautet, dann muss die Antwort bei den Realschulen ‚Personal, Personal, Personal‘ heißen: mehr Lehrkräfte,mehr Lehrerwochenstunden pro Schüler und damitmehr Zeit für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler“, so Babl abschließen