In der ersten Sitzung des Bildungsausschusses des Bayerischen Landtags nach der Sommerpause standen die Ergebnisse der

👉PISA-Studie und Bayerns Konsequenzen daraus,

👉Neuerungen zum Schuljahresbeginn, der „Masterplan Lehrkräftebildung“ sowie

👉der Modellversuch zur Förderung rechenschwacher Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen auf der Agenda.

Kultusministerin Anna Stolz kündigte als Reaktion auf die Kompetenzrückgänge zusätzliche Stunden an den Grundschulen an:

Insgesamt sechs zusätzliche Stunden, zwei in Deutsch, zwei in Mathematik sowie zusätzliche Zeit für „ganzheitliche Bildung“ wie Sport und Musik.
Rund 1.200 zusätzliche Stellen sollen dafür in den kommenden Jahren geschaffen werden. Mehr Zeit und Raum für Kinder soll es geben.
Grundsätzlich ist das der richtige Ansatz. 👍
‼️Doch bei aller notwendigen Priorisierung darf die Realschule nicht aus dem Blick geraten!
Wir brauchen dringend zusätzliche personelle Ressourcen.
Das Grundbudget der Realschulen wurde in diesem Schuljahr um rund zwei Prozent reduziert. 👎
Weniger personelle Kapazitäten bedeuten aber weniger Zeit für individuelle Förderung, weniger Möglichkeiten für Unterstützung und letztlich ein Absenken der Bildungsqualität.
Unser Anspruch muss sein: beste Rahmenbedingungen für die Realschulen!
📌Ein wichtiger „REMINDER“ an die Politik: Die Realschule ist eine einzigartige und erfolgreiche Schulart in Deutschland. Sie verbindet Allgemeinbildung und Berufsorientierung, Theorie und Praxis, eröffnet vielfältige Bildungswege und steht für individuelle Entwicklung und Durchlässigkeit.
Und noch ein Punkt aus der heutigen Sitzung: Die Äußerungen eines Ausschussmitglieds der AfD, Fortbildungen könnten doch teilweise in die Ferien verlegt werden und Lehrkräfte würden ihre Kaffeepausen besonders schätzen, zeugen aus unserer Sicht von einem bemerkenswerten Bild des Lehrerberufs. Wer über die Qualität von Schule spricht, sollte den Arbeitsalltag und das Engagement von Lehrkräften ernst nehmen, statt sie mit solchen Zuschreibungen abzuwerten.