Ab 16. März bleiben Schulen in Bayern geschlossen: VDR und brlv begrüßen das entschlossene Handeln Bayerns im Kampf gegen Corona

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Jürgen Böhm, Vorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR) und Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv) begrüßt das entschlossene Handeln Bayerns und des Saarlands im Kampf gegen Corona.

„Es muss alles getan werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und die Kinder und Jugendlichen sowie die Lehrkräfte zu schützen. Dazu sind klare und weitreichende Maßnahmen erforderlich. Diese Maßnahmen wurden von Bayern und dem Saarland heute klar umgesetzt und Handlungsstrategien auf den Weg gebracht“, betont Böhm. Dass andere Bundesländer in ihrer föderalen Verantwortung dieser notwendigen Maßnahme folgen müssen, davon ist Böhm überzeugt.

Der Verband hatte bereits am Mittwoch (11.03.2020) eindringlich flächendeckende Schulschließungen gefordert. Das Corona-Virus breitet sich zunehmend aus und macht auch vor Schulen nicht halt. Im Gegenteil: Schulen könnten zur Verbreitung des Virus beitragen und Schülerinnen und Schüler könnten als Überträger dienen.

Böhm sichert den Ministerpräsidenten und den Verantwortlichen die volle Unterstützung der Lehrkräfte zu, um diese schwierige Situation für die Menschen in unserem Land bewältigen zu können. „Die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen sind sich der hohen Verantwortung bewusst und werden ihren Beitrag zur Bewältigung dieser Krise beitragen“, so Böhm.

„Wir sprechen hier sicher nicht von „Corona-Ferien“ – dieser Begriff verharmlost diese immense Bedrohung für unsere Gesellschaft. Wer von „Corona-Ferien“ für Schüler und Lehrkräfte spricht, hat in der Tat nicht verstanden, um welche Dimensionen es geht!“ bekräftigt der Bundesvorsitzende.

Die Schulen vor Ort seien oft schon gerüstet für digitalen Unterricht. Die Ministerien und angeschlossenen Institute müssten den Bildungsstätten jetzt digitales Material und ihre Unterstützung auch in Fragen der Infrastruktur zusichern. Für zentrale Plattformen müssten die Kapazitäten der Server unter Umständen erweitert und ausgebaut werden. Auch Verlage und Anbieter von Schulplattformen haben bereits ihre Unterstützung angesagt.

Wichtig sei jetzt vor allem, dass alle Verantwortlichen und Beteiligten ruhig und entschlossen reagierten. „Ich bin überzeugt, dass die Eltern und Sorgeberechtigten die vorläufigen Schulschließungen mittragen und umsetzbare Lösungen bei Problemen gefunden werden“, ist sich Böhm sicher.

Die Schulen aller Schularten bleiben bis einschließlich 19. April geschlossen.

(Bildquelle: pixabay)

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Stephanie Neumeier
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