Jürgen Böhm zur Pressekonferenz des Kultusministers: "Es geht uns allen um den bestmöglichen Gesundheitsschutz von Schülern und Lehrkräften."

Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), äußert sich zur Pressekonferenz (24.11.2020) von Kultusminister Michael Piazolo:

„Der November hat leider keine deutliche Verbesserung der gesundheitlichen Lage gebracht. Weiterhin ist auch nicht geklärt, welche Rolle die Schulen beim Infektionsgeschehen spielen. Umso vorsichtiger müssen wir agieren. Deshalb reicht es nicht, wenn der Kultusminister eine Hotspot-Strategie ankündigt, aber nicht darlegt, an welche Kriterien diese gebunden sein soll. Es geht uns allen um den bestmöglichen Gesundheitsschutz von Schülern und Lehrkräften. Hohe Inzidenzwerte müssen klar definierte Vorgaben zur Folge haben, damit Eltern wissen, woran sie sind und in ihrem beruflichen Kontext planen können.

Grundsätzlich sehen wir in Gebieten und Schulen mit hohem Infektionsgeschehen einen Wechselunterricht für eine sinnvolle Möglichkeit, um Klassenteilungen mit den entsprechenden Abständen zu ermöglichen und damit jeden vor Infektionen schützen zu können. Wir wissen, dass das für alle Beteiligten organisatorischen Aufwand bedeutet, aber es ist immer noch deutlich besser, als gesamte Schulen schließen zu müssen. Gleichzeitig gilt es, die Anstrengungen bei der Ausstattung mit Raumluftreinigern zu intensivieren und die Förderbedingungen für alle Klassenzimmer zu ermöglichen. Auch der Ausbau mit FFP2-Masken muss weitergehen.“

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Stephanie Neumeier
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