Forderung der Bayerischen Lehrerverbände: Stellenhebungen für Realschulen, Gymnasien, berufliche Schulen und Förderschulen auch in 2026!
abl-PM vom 17.04.2026
Der ab Dienstag 21.4. im Landtag zur Schlussberatung anstehende Doppelhaushalt 2026/27 des Freistaates
ist an vielen Stellen ein Sparhaushalt – durch das bereits beschlossene Stellenmoratorium und den Verzicht
auf Stellenhebungen in 2026 gerade auch im Bildungsbereich. Das erhöht den Druck auf die Schulen und die
Lehrkräfte, die sich tagtäglich einer zunehmend herausfordernden Schülerschaft widmen und die Folgen des
Lehrermangels deutlich spüren. Notwendig wäre eine konzertierte Aktion zur Steigerung der Attraktivität des Lehrberufs.
Die bereits im Hauruck-Verfahren beschlossenen Einschränkungen der familienpolitischen Teilzeit sowie die
verzögerte Übertragung des Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich sind in dieser Hinsicht jedoch leider völlig kontraproduktiv.
Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) sieht deshalb mit Sorge auf das kommende Schuljahr und
befürchtet eine schleichende Erosion von Motivation und Vertrauen in den Dienstherrn.
Konkret erklären die Vorsitzenden der abl-Verbände, Michael Schwägerl (bpv), Uli Babl (brlv), Pankraz Männlein (VLB) sowie Martin Goppel (KEG): „Der Politik ist bewusst, dass Verlässlichkeit gerade in schwierigen Zeiten das Vertrauen in die Regierung stärkt.“
So können sich die Grund- und Mittelschul-Lehrkräfte darauf verlassen, dass die im Frühjahr 2023 beschlossene,
stufenweise Anhebung der Eingangsbesoldung von A12 auf A13 bis September 2028 ohne Verzögerung oder
Abschwächung durchgeführt wird. Die damit verbundenen Mehrkosten von schließlich 170 Millionen Euro jährlich
sind auch in diesem Doppelhaushalt eingepreist und unterliegen offensichtlich keinem Spardiktat.
„Es wäre deshalb nur fair und gerecht, wenn bislang nicht berücksichtigte Beamtengruppen und
insbesondere Lehrkräfte der anderen Schularten (Förderschulen, Realschulen, berufliche Schulen und Gymnasien)
auch in 2026 zusätzliche Hebungen bekämen. Alles andere führt nur zu einer weiteren Verlängerung der
vielfach ohnehin schon langen Beförderungswartezeiten und wirkt demotivierend.
Wir fordern die Landtagsabgeordneten auf, diesen Sachverhalt in den Blick zu nehmen und den Haushalt 2026/27 nachzubessern“, so die abl-Vorsitzenden abschließend.
