Böhm: „Auch in digitalen Zeiten gilt: Auf die Lehrkraft kommt es an“

brlv sieht sich durch die von der vbw beauftragte Studie zur digitalen Bildung bestätigt

„Auch in digitalen Zeiten gilt: Auf die Lehrkraft kommt es an“, mit diesem Fazit bewertet der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes, Jürgen Böhm, die heute in München im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Fischer, Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie an der Ludwig- Maximilians-Universität München, vorgestellte Studie zur digitalen Bildung an bayerischen Schulen.

Böhm schließt sich dabei auch dem Befund an, dass in Bayern in den letzten Jahren bereits viel passiert sei. „Die Digitalisierungsstrategie der Staatsregierung, aber auch ganz aktuelle Projekte wie „Digitale Schule 2020“ setzen an den richtigen Stellschrauben an und deshalb teile ich auch die Bewertung in der Studie, dass digitale Medien längst im Unterricht angekommen sind“, so Böhm. Dennoch gebe es immer noch vielfältige Aufgaben, die weiter kraftvoll vorangetrieben werden müssen. Der brlv-Vorsitzende unterstreicht, dass das Thema eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. „Die Digitalisierung umfasst inzwischen alle Lebensbereiche unserer Kinder und Jugendlichen und deshalb müssen wir nun sowohl bei der technischen Infrastruktur als auch bei der konkreten Umsetzung mit Medienkonzepten an der Schule vor Ort ansetzen und weiter vorankommen.“ Hier sei die Realschule bereits auf einem sehr guten Weg, macht Böhm deutlich. Dabei gehe es immer um den pädagogischen Mehrwert und den sinnvollen Einsatz von digitalen Medien im Unterricht. Diese seien sowohl Gegenstand des Unterrichts als auch Werkzeug zur Vermittlung von Inhalten, erläutert Böhm. „Die Empfehlung der Studie, dass unsere schulischen Medienkonzepte noch mehr auf die Qualität des Medieneinsatzes abzielen sollen, nehme ich gerne auf“, so der brlv-Vorsitzende, um auf der anderen Seite auch darauf hinzuweisen, dass auch die digitale Ausstattung bayernweit dafür vorhanden sein müsse.

Besonders erfreut zeigt sich Böhm auch darüber, dass bei der Vorstellung der Studie klargestellt wurde, dass Lehrkräfte stets mehr als „Berater“ oder „Begleiter“ im Lernprozess sein müssten. „Unsere Realschullehrer sind in ihrem Wirken unverzichtbare Vorbilder und vermitteln wichtige Werte unserer Gesellschaft. Sie geben jungen Menschen Orientierung und Wissen, wenn es um die Nutzung digitaler Medien geht.“ Die Empfehlung, dass es eine vermehrte kollegiale Kooperation im Bereich der digitalen Medien benötige, bekräftigt Böhm, macht aber auch auf Rahmenbedingungen aufmerksam: „Um gemeinsam neue Konzepte, aber auch digitales Unterrichtsmaterial zu erstellen, brauchen die Kollegen vor Ort vor allem eines: Zeit“. Diese Zeit müsse man vorher einplanen und dementsprechend zusätzliche Stunden einplanen. „Aufgrund dieser und weiterer Herausforderungen ist unsere Forderung nach mindestens 400 Neueinstellungen in 2018 mehr als berechtigt “, so Böhm abschließend.

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