Realschule erfährt hohe Anerkennung bei Eltern und Schülern

Bayernweite Anmeldezahlen an die Realschule bleiben konstant – Differenziertes Schulsystem schafft Chancen für alle Schüler

Mit Ablauf der Anmeldewoche und des Probeunterrichts der Schüler an den weiterführenden Schulen am heutigen Freitag äußert sich der Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands, Jürgen Böhm, insgesamt sehr zufrieden:

„Nach den uns vorliegenden Zahlen der Anmeldungen an unserer Schulart kann die Realschule weiterhin positiv in die Zukunft schauen. Trotz geänderter Rahmenbedingungen, die die Politik bei der Laufzeit des Gymnasiums beschlossen hat, wählen Eltern und Schüler im vergleichbaren hohen Maß – regional durchaus unterschiedlich – den Bildungsweg über eine bayerische Realschule. Das zeigt uns, dass die starke mittlere Säule im Schulsystem eine hohe Anerkennung besitzt. Die konstanten Zahlen im bayernweiten Übertrittsverhalten machen mir auch deutlich, dass das differenzierte Schulwesen stark ist und Eltern und Schüler ganz genau wissen, dass die unterschiedlichen Profile der Schularten für jedes Kind den passenden Weg eröffnen. Mit einer bewussten Entscheidung für die Realschule zeigen die Menschen in Bayern, dass Kinder und Jugendliche spezifisch gefördert werden und dabei positive Schulerfahrungen machen können. Wenn Kinder in einer modernen Schulart zufrieden und glücklich sind, erzielen sie auch entsprechend bessere schulische Leistungen. Was mich deshalb besonders freut ist die Tatsache, dass insbesondere den Eltern inzwischen bekannter ist, dass der Weg in die berufliche Bildung beste Chancen eröffnet. Mit einem Realschulabschluss stehen unseren jungen Menschen vielfältige Wege offen – in die akademische wie in die berufliche Bildung. Die hohe Qualität der Realschulbildung ist vielfach die Grundlage für erfolgreiche Berufskarrieren in Handwerk, Verwaltung und Industrie. Ein modernes Hochindustrieland wie Bayern mit einem starken Mittelstand braucht dringend junge Fachkräfte. Wer die duale Ausbildung mit qualifizierten Lehrberufen nicht ausreichend im Fokus hat, hat immer noch nicht verstanden, wie man Bildung und Ausbildung für die Zukunft gestalten muss. Realschulabsolventen sind hier gefragter denn je. Das differenzierte bayerische Schulsystem ist wetterfest und stark. Wer meint  hier Schularten zu schwächen, gegeneinander auszuspielen oder den Blick einseitig auf eine Schulart zu richten sowie schulische Einheitsmodelle zu propagieren, setzt die Chancen der jungen Menschen aufs Spiel und schadet mittelfristig der Zukunft unseres Landes.“

Pressekontakt: Jürgen Böhm, 0151 11715589


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