Antisemitismus an Schulen ist in aller Konsequenz zu unterbinden

Böhm: Mit Aufklärung, Wissensvermittlung und Anschauung vor Ort gegen antisemitische Tendenzen vorgehen

„Antisemitismus jeglicher Couleur ist in einer aufgeklärten demokratischen Gesellschaft in keinster Weise duldbar – vor allem nicht an den Schulen. Jegliche antisemitischen Erscheinungen müssen von Anfang an und in aller Konsequenz unterbunden werden. Die Schule – und Bildung allgemein – hat eine wichtige Aufklärungspflicht und ist wichtiger Bestandteil der demokratischen Kultur in unserem Land. Geht es um das Thema Antisemitismus, gilt ganz klar der Grundsatz ‚Null Toleranz’“, so Jürgen Böhm, Landesvorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv).

Um den Schülern zu verdeutlichen, welch katastrophale Folgen Antisemitismus und Intoleranz haben können, sei vor allem auch das Wissen um die dunkelsten Kapitel der deutschen Historie wichtig. „Die jungen Heranwachsenden müssen sich umfassend mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Hierbei ist besonders wichtig, nachhaltiges Wissen zu erzielen, das Verständnis zu fördern und Unterrichtsinhalte mit einer unmittelbaren Anschauung vor Ort zu verbinden. Die direkte Erfahrung an einer Gedenkstätte beispielsweise lässt die Geschichte nicht nur in ihrer historischen, sondern gerade auch in ihrer aktuellen Dimension erkennbar werden. Dies ist eine wichtige Präventionsmaßnahme“, führt Böhm weiter aus.

Außerdem werde an den Bayerischen Realschulen ein besonderer Fokus auf Demokratie- und Werteerziehung gelegt. Der demokratische Gedanke müsse an den Schulen gefestigt werden: „Wir alle haben die Verantwortung dafür, dass in unserem Land Demokratie, Vielfalt und Freiheitsrechte als wesentliche Stützpfeiler der Gesellschaft angesehen werden. Gerade den Schulen kommt hierbei eine wichtige Rolle zu – vor allem auch, wenn es um antisemitische Tendenzen geht. Nur im ständigen Dialog und Austausch, nur mit Aufklärung, Wissensvermittlung und dem Bewusstsein, dass Schule kein Ort der Ausgrenzung, sondern ein Ort des Zusammenhalts und Miteinanders ist, können antidemokratische Tendenzen wie Antisemitismus unterbunden werden“, schließt Böhm.

Pressekontakt: Judith Kadach, 089  55 38 76  


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