Entlastung für Eltern in Corona-Zeiten: Bayerischer Jugendring organisiert zusätzliche Ferienangebote

Im Auftrag des Kultusministeriums koordiniert der Bayerische Jugendring (BJR) Angebote für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien. Dabei handelt es sich nicht um eine Notbetreuung an den Schulen, sondern um zusätzliche freizeitpädagogische Angebote. Diese richten sich an Kinder von Eltern bzw. Alleinerziehenden, die ihren Urlaub wegen der Corona-Krise bereits weitestgehend aufgebraucht haben. Die Angebote sollen Sommerfreienprogramme ergänzen, die von Kommunen und anderen Trägern ohnehin organisiert werden.

Das Programm richtet sich an Schüler der ersten bis sechsten Klassen. „Wir wollen die Schulzeit nicht verlängern, sondern interessantes Anderes für die Schüler anbieten“, betonte Kultusminister Michael Piazolo in München. „Eltern können den Sommerferien nun viel entspannter entgegensehen. Und die Kinder können sich auf erlebnisreiche Ferienwochen freuen.“

Starten sollen die Angebote ab 3. August. Sie sollen wochenweise mit ungefähr zwölf Teilnehmern stattfinden, kündigte BJR-Präsident Matthias Fack an. „Kinder und Jugendliche brauchen in den Sommerferien attraktive Freizeitaktivitäten – auch, um einen Ausgleich zu den belastenden Erfahrungen während der Corona-Pandemie zu schaffen“, sagte Fack.

Derzeit arbeiten Kultusministerium und BJR unter Hochdruck daran, über die Schulen den tatsächlichen zusätzlichen Betreuungsbedarf zu ermitteln. Die Zahlen sollen laut Piazolo Anfang Juli vorliegen. Der BJR kann bei der Schaffung zusätzlicher Angebote auf Strukturen und auf die Expertise der Jugendarbeit zurückgreifen. „Wir haben die Wiederöffnung der Jugendarbeit in Bayern frühzeitig und verantwortungsbewusst begleitet und geben weiterhin Handlungssicherheit für die Träger“, versichert Fack.

Bereits heute (26. Juni 2020) wurde das digitale Ferienportal www.bjr.de/ferienportal freigeschaltet, auf dem interessierte Träger ihre Ferienangebote einstellen können. Dort können sich Eltern in Kürze direkt informieren und dann unmittelbar auf die Träger zugehen, um ihr Kind für ein konkretes Ferienangebot anzumelden.

 

(Bildquelle: pixabay)


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