„Mit Augenmaß, Realismus und Qualität erfolgreich durch die Corona-Krise“: Landesvorstand des brlv zieht positive Bilanz und bereitet 26. Landesrealschultag vor

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„Wir werden dieses Schuljahr gut zu Ende bringen und im nächsten Schuljahr bestmöglich auf verschiedene Szenarien vorbereitet sein“, betonte Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv) bei der Landesvorstandssitzung des brlv am 4. Juli in Nürnberg. Die Mitglieder des brlv-Landesvorstands zogen eine positive Bilanz nach den herausfordernden Monaten der Corona-Krise, die auch die Vorstandssitzung bestimmte: Für die Teilnehmer galt Sicherheitsabstand und Maskenpflicht im Tagungshotel. Vorbereitet hatte die Sitzung am Tag zuvor der geschäftsführende Vorstand des brlv in seiner vorletzten Sitzung vor dem Landesrealschultag von 22. bis 24. Oktober in Fürth. Es handelte sich um die erste Präsenzsitzung des brlv nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Bisher hatte man sich digital in Videokonferenzen ausgetauscht.

Als großen Erfolg wertete Böhm, dass die Abschlussprüfungen an den Realschulen gut angelaufen seien. Sie finden derzeit zwar zwei Wochen später als ursprünglich geplant statt, aber sonst läuft alles planmäßig. „Die Absolventen wurden in den vergangenen Wochen besonders intensiv von ihren Lehrkräften auf die Prüfungen vorbereitet und haben hervorragende Aussichten auf einen guten Abschluss“, betonte Böhm. Die Abschlusszeugnisse werden am letzten Schultag (24. Juli) überreicht.

„Es ist wichtig, dass nach diesen kräftezehrenden Wochen der Fern- und Präsenzbeschulung nun eine Regenerationsphase für alle eintritt und die Kräfte geschont werden. Ab September werden die Kolleginnen und Kollegen mit ihren personellen, fachlichen und sozialen Kompetenzen extrem gefordert sein“, sagte Böhm.

In diesem Zusammenhang erneuerte der Landesvorsitzende die seit 2016 erfolgreich vorgetragene und teilweise umgesetzte Forderung nach einem stärkeren Ausbau der integrierten Lehrerreserve. Die klare Forderung nach zwei zusätzlichen Lehrkräften pro Realschule ist und bleibt eines der wichtigsten Ziele des Verbands.

Böhm ging in Nürnberg auch auf die Umfrage des brlv ein, die im April unter knapp 1.100 Realschulkräften gemacht worden war und wichtige Ergebnisse zu den Erfahrungen mit der Corona-Krise und hinsichtlich des Onlineunterrichts offenbart hatte. „Diese verlässlichen und repräsentativen Daten sind eine wichtige Grundlage für viele Gespräche hinsichtlich der Weiterentwicklung der Digitalisierung“, betonte Böhm.

Angeregt diskutierten die Vorstandsmitglieder verschiedene bildungspolitische und dienstrechtliche Themen. Im Fokus stand dabei die Vorbereitung der Delegiertenversammlung in Fürth. Abgestimmt wurde über verschiedene Anträge, darunter auch ein umfangreiches Antragspaket zur Digitalisierung, bei dem die Erfahrungen und Herausforderungen der Corona-Krise in Forderungen aufgearbeitet wurden.

„Der Bayerische Realschullehrerverband wird sich mit seinem 26. Landesrealschultag in Fürth auf die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft einstellen, klare verbands- und bildungspolitische Positionen beziehen und weiterhin die starke Stimme für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen an den Realschulen sein“, so Böhm am Ende der Tagung in Nürnberg.

 

Bildquelle: brlv


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